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Kluger Zug im Medienschach: Der Mastermove der AGF

 

30.09.2025 | Auf der DMEXCO zeigte AGF-CEO Kerstin Niederauer-Kopf, wie sich Netto-Reichweiten sauber und verlässlich abbilden lassen – und rief zur Zusammenarbeit auf. 

 

 

 

AGF-CEO Kerstin Niederauer-Kopf auf der Future TV-Bühne von Screenforce @DMEXCO. Bild: Michael Kötschau Fotografie.

 

In der Mediaplanung zählt nicht, was Geräte empfangen – sondern was Menschen wirklich erreicht. Doch in einer digitalen Welt voller Datensilos fehlt es häufig an Transparenz und Vergleichbarkeit. AGF-CEO Kerstin Niederauer-Kopf zeigte auf der DMEXCO Future TV-Stage von Screenforce, wie die AGF in einer zunehmend digitalen und komplexen Medienwelt Orientierung bietet, Standards weiterentwickelt und die Anschlussfähigkeit des Marktes sichert. Niederauer-Kopf nennt das einen „Mastermove“ – und erläuterte eindrucksvoll am Beispiel von Schach, wie der Markt das Spiel damit gewinnen kann. 

 

Content is King, aber braucht die Queen

 

„Content is King – aber ohne Reichweite ist er machtlos“, so Niederauer-Kopf. Denn so hochwertig Inhalte auch sein mögen, sie entfalten ihre Wirkung erst, wenn sie die richtige Zielgruppe erreichen. „Reichweite ist damit die Königin im Medienschach“, so die AGF-Chefin. Und ohne Königin lasse sich das Spiel nicht gewinnen. Damit Mediaplanung nicht zum Glücksspiel wird, brauche es ein klares, faires und vergleichbares Messsystem. Unterschiedliche Silos, verschiedene Kontaktdefinitionen und Messverfahren erschweren es derzeit, eine Kampagne über Kanäle hinweg korrekt zu bewerten. Niederauer-Kopf warnt: „Sonst spielen wir Schach mit versteckten Figuren – und treffen am Ende falsche Entscheidungen.“

 

Alle aufs Spielfeld 

 

Übergreifende Systeme bringen alle wieder auf ein Spielfeld, dabei sei die hybride Messung der AGF der „Mastermove“, die das Beste aus zwei Welten zusammenbringt. Aber: Für ein gemeinsam erfolgreiches Spiel brauche es vor allem auch starke Partner, so Niederauer-Kopf. „Es braucht Kunden und Agenturen, die sich an der Messung beteiligen.“ Oft werde sie gefragt, wann der Corssmedia-Standard Realität sei. Ihre Antwort: „Den Messstandard haben wir bereits, aber es müssen sich alle Player daran beteiligen, sonst geht es nicht.“ Nach der Beteiligung von Amazon Prime oder Netflix seien viele Partner auf dem Spielfeld – ein positives Signal. „Nur wenn alle Player ihre Daten in die Messung einbringen, ist die nötige Granularität erreichbar.“ 

 

Nur gemeinsam gewinnt man das Mediaschach

 

Am Ende geht es eben nicht nur um die Technik, sondern um Vertrauen. Die Medienbranche muss zusammenarbeiten, um einheitliche Standards zu etablieren. Denn nur wenn Content und Reichweite strategisch zusammengedacht werden, entsteht die Basis für erfolgreiche Mediaplanung. Und damit ein echter Gewinn im Mediaschach.