TV ist Bewegtbild: Das Leitmedium

TV und seine Funktion im Alltag

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Mit seinem linearen Angebot erweist sich TV in der zersplitterten Medienlandschaft als überaus robust. Weltweit bewegt sich die Fernsehnutzung auf stabil hohem Niveau. Seine psychologischen Grundfunktionen scheinen im Alltag der Menschen wie zementiert – trotz oder vielleicht auch gerade wegen des digitalen „Anything goes“ mit seinem Individualisierungsschub. 

So stimuliert jeder Mega-Trend gleichzeitig einen gegenläufigen Trend: TV als Orientierungsrahmen, als Gemeinschaftsstifter, als Navigator und Taktgeber durch den Alltag, als kollektiver Geschichtenerzähler und Agenda-Setter mit hoher gesellschaftlicher Integrationskraft – all das ist nach wie vor tief im Leben und in der Seele der Menschen verankert. 

Selbstvergewisserung und Welterklärung

Kein anderes Medium besitzt die Kraft, Millionen von Menschen zeitgleich dazu zu bewegen, ihr eigenes Weltbild zu hinterfragen und die eigenen Wertvorstellungen und Wünsche abzugleichen. TV bleibt das Medium zur Selbstvergewisserung und Welterklärung. Dabei transportiert das Fernsehen Handlungsmuster für soziale Interaktion, prägt Wertvorstellungen und Lebensentwürfe.

Eine Serie oder Show in Echtzeit hat für viele Menschen den Vorteil, dass sie in eine spezifische tageszeitliche Verfassung passt und das Gefühl vermittelt, nahe am Geschehen zu sein. Dass den Zuschauern bewusst ist, zeitgleich mit anderen fernzusehen, gehört – wenn man so will – zur gelernten Kulturtechnik des traditionellen Fernsehens.