Live-TV ist unverzichtbar



Live-Fernsehen ist für das TV-Publikum nach wie vor unverzichtbar. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Marktforschers MWM2, der im Auftrag der niederländischen TV-Vermarktungsinitiative Spot die TV-Gewohnheiten von Innovatoren untersuchte. Als Innovatoren bezeichnen die AutorInnen niederländische Staatsbürger die offen für Veränderungen sind – immerhin ein Drittel der Einwohner des Landes. Die Studie wertete die Anteile von Live- und nicht Live-Sendungen im TV-Konsum aus und prüfte, wie sich das auf die Einstellung und das Verhalten gegenüber TV-Werbespots auswirkt.

Live-TV ist auch der Stichwortgeber für den „Talk of Town“. Das bestätigte die Studie einmal mehr. Live-Sendungen sorgen für Gesprächsstoff, stärken das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe und haben entspannende Wirkung. Zusätzlich diskutieren Menschen in sozialen Medien über die Inhalte von TV-Sendungen und steigern so Verbundenheit und Bedeutung der Live-TV-Angebote.

Bewusste Nutzung

Die Entscheidung für Live-Fernsehen erfolgt bewusst. Was gewählt wird, hängt von der momentanen Stimmung sowie von der Art des Sehens und des Programms ab. Abhängig davon und von der Funktion des Fernsehens im jeweiligen Moment hängt auch ab, wie aufmerksam Menschen fernsehen. Wie die Untersuchung zeigt, werden auch bei geringer Aufmerksamkeit Bild und Ton verfolgt. Tut sich etwas Interessantes, fokussiert die Aufmerksamkeit sofort auf das TV-Programm. Dieses Phänomen ist sowohl beim TV-Programm als auch bei Werbespots wirksam und konnte auch bei Multitasking nachgewiesen werden.

Nicht alles ist Fernsehen

Unabhängig vom Alter schätzen Rezipienten die Kontrolle über Ihren Fernsehkonsum. Live-TV wird abwechselnd mit Digital-TV und On demand-Systemen genutzt. Wie die Studie allerdings zeigt, nehmen Rezipienten die Online-Services nicht als Fernsehen wahr.

TV-Werbung ist akzeptiert, Online-Werbung nervt
Anhand von zahlreichen TV-Spots wiesen die Forscher nach, dass es relativ geringe Vorbehalte gegen Werbung im Rahmen von Live-TV gibt während Online-Werbeformen wie Pre Rolls mehrheitlich als Belästigung empfunden werden.

Studiendesign
Qualitative Untersuchungen in zwei aufeinander folgende Phasen im Herbst 2015. In der Erkundungsphase informierten die Befragten über ihre Sehgewohnheiten innerhalb einer Woche. In der zweiten Phase wurden bei den Teilnehmern zu Hause Tiefeninterviews durchgeführt.

Pressemitteilung Spot (Englisch, pdf)
Videointerviews auf Spot-Website (Niederländisch)