Studie

Studie: Auch junge Menschen blicken kritisch auf Werbung in Social Media

 

 

14.11.2025 | Immer mehr junge Erwachsene hinterfragen ihren Social-Media-Konsum - und suchen qualitative Medien, denen sie vertrauen, zeigt die Studie „Zwischen Fake News und Vertrauen“ von RTL Data im Auftrag der Ad Alliance.  

 

Die Gen Z ist auf Social Media zwar zu Hause - doch blicken die jungen Menschen zunehmend kritisch auf die Netzwerke. Sie fühlen sich überfordert vom Dauer-Scrollen, nehmen zunehmend Fake News und Hass wahr. Und sind überzeugt: Das schadet auch den Marken, die dort werben. Laut Studie hinterfragen immer mehr junge Erwachsene ihren Social-Media-Konsum: 53 Prozent der 16- bis 29-Jährigen geben an, ihre Nutzung einschränken zu wollen. Besonders stark ist dieser Wunsch bei TikTok-Nutzer:innen ausgeprägt: 64 Prozent wollen dort ihre Bildschirmzeit reduzieren. Als Hauptgrund nennen sie den Verlust eines realistischen Blicks auf die Welt. 

 

 

 

 

Zunahme unangemessener Inhalte

 

65 Prozent der Befragten empfinden eine Zunahme unangemessener Inhalte auf sozialen Netzwerken. Am häufigsten wird Instagram genannt, gefolgt von Facebook. Fake News, Manipulation, übermäßiger Konsum sowie gefährliche Trends und Algorithmen sind zentrale Kritikpunkte. Verletzende Inhalte und Kommentare dominieren laut Studie besonders auf Instagram (73%) und Facebook (72%).

 

Drei Viertel der 16- bis 29-Jährigen erwarten von den Plattformen dabei mehr Engagement gegen Hasskommentare und Falschinformationen. Auch die Werbung auf Social Media wird kritisch betrachtet: 45 Prozent haben bereits Anzeigen im Umfeld unangemessener Inhalte gesehen. 42 Prozent sagen, dass Werbung auf Social Media dem Image einer Marke schaden kann. Besonders betroffen: X, TikTok und Instagram.

 

Im Vergleich zu sozialen Netzwerken schneiden traditionelle Medien deutlich besser ab. Auch die Generation Z bringt klassischen Medien hohes Vertrauen entgegen. „Die Studienergebnisse belegen, dass Social Media von der Generation Z zunehmend kritisch gesehen wird – sowohl im Hinblick auf Inhalte als auch auf Werbeumfelder", sagt Ad Alliance-CMO Lars-Eric Mann. "Besonders relevant ist das sinkende Vertrauen in Plattformen wie TikTok und Instagram. Für Marken bedeutet das: Wer ausschließlich auf soziale Netzwerke setzt, riskiert, an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Eine ausgewogene Mediastrategie mit vertrauenswürdigen Umfeldern ist heute wichtiger denn je.“

 

Mehr zur Studie gibt es hier.